Aufgrund der niedrigen Geburtenrate (etwa 1,5 Kinder pro Familie) würde die Einwohnerzahl Europas ohne Immigration drastisch abnehmen. Mit entsprechend fürchterlichen Folgen für unser Wirtschafts- und Sozialwesen. Warum sich eine Gesellschaft einem familienfeindlichen Lebensstil zuwendet, der ohne Zuwanderung zum Aussterben der Bevölkerung führen würde, ist eine Frage, die direkt auf den Egoismus als Lebensprinzip unserer Zeit hinweist. Eine Zivilisation ohne Kinder muss
zwangsläufig ihre christlichen und auch humanistischen Werte verraten, weil sie nicht mehr in der Verantwortung für nachfolgende Generationen sondern nur mehr für ihr eigenes gegenwärtiges Wohlergehen lebt.
Die Menschen, die nach Europa kommen, bekennen sich zu etwa 80% zum Islam. Hält diese Entwicklung an, wird Europa innerhalb weniger Jahrzehnte mehrheitlich islamisch sein. Der Bibelkreis Althofen ging der Frage nach, ob der Islam mit den Werten, die sich aus den Menschenrechten, der Religionsfreiheit, der Trennung von Kirche und Staat etc. ergeben, „kompatibel“ ist. Er ist es nicht. Diese Feststellung mag befremdlich erscheinen, wenn man den Koran aufschlägt. Die 114 Suren des Koran lesen sich über weite Teile ähnlich wie die Psalmen im Alten Testament. Der größte Teil des Koran besteht aus religiösen Texten, nur etwa 200 der 6.200 Verse regeln praktische, vor allem familien- und erbrechtliche Angelegenheiten. Der „Allah“ des Koran ist jedoch auch nicht mit dem im Alten Testament geoffenbarten Gott vergleichbar. Das Alte Testament ist bereits auf das Neue Testament angewiesen. Der Messias, der alle Schuld von uns nimmt, ist im Alten Testament verheißen. Die Opfergebote des Alten Testaments, durch Christus endgültig erfüllt und damit erledigt, zeigen den Weg der Versöhnung mit Gott. Mit Allah gibt es keine Versöhnung, er fordert lediglich eine radikale Unterwerfung („Islam“ bedeutet Hingabe, Unterwerfung). Es kann im Islam auch keine Heilsgewissheit geben, weil es keinen Erlöser gibt, der das Heil für die Menschen erwirbt.
Die zentralen religiösen Gebote des Islam – die 5 rituellen Gebete pro Tag, das Fasten, die Pilgerfahrt nach Mekka („hadsch“), die Verpflichtung, Almosen und geben und die Einhaltung der zwei religiösen Feiertage (Fastenbrechen am Ende des Fastenmonats und das Opferfest zum Ende der Pilgerfahrt) bieten keinen Grund zur besonderen Beunruhigung.
Viel problematischer als der Koran und die religiösen Ordnungen ist allerdings die „Sunna“, die Überlieferung der Glaubens- und Sittenordnung von Mohammed. Diese ist stark im islamische Recht – der Scharia – verankert und steht in den entscheidenden Punkten im krassen Gegensatz zu den Prinzipien unserer europäischen Rechtsordnungen. Die Organisation der Islamischen Konferenz hat – in Ablehnung der Menschenrechte durch die UNO (194
- eine eigene Erklärung der Menschenrechte für den Islam definiert, in der diese den Gesetzen der Scharia völlig untergeordnet werden. Es gibt bereits politische und leider auch religiöse Stimmen in Europa, die einer Anerkennung der Scharia in Europa das Wort reden. 2006 erklärte der damalige niederländische Justizminister, dass er sich die Einführung der Scharia in Holland gut vorstellen könne, wenn die Mehrheit der Bürger dafür wäre. Ähnlich blind dem Wesen der Scharia gegenüber äußerte sich 2008 das Oberhaupt der anglikanischen Kirche.Abgesehen davon, dass im Islam eine Gleichberechtigung von Mann und Frau undenkbar ist, kennt der Islam auch keine Religionsfreiheit im westlichen Sinn. Die „aktive“ Religionsfreiheit (jemand, der nicht zum Islam gehört, kann die Religion wählen, die er will) ist zumindest in der Theorie gewährleistet. Der Islam kennt jedoch keine „passive“ Religionsfreiheit, das heißt, das Recht, aus dem Islam auszutreten. Dieser Schritt wird nach islamischem Recht nach wie vor mit der Todesstrafe bedroht. Auch die Trennung von Kirche und Staat ist im Islam nicht vorgesehen. Die weltliche Macht ist der religiösen Macht untergeordnet. Dieses Faktum ist eine permanente Bedrohung für unsere demokratische Staatsordnung.
Ich möchte mit diesen Hinweisen ganz sicher keine wie immer geartete Form von Ausländerfeindlichkeit oder Fremdenhass unterstützen. Dem Islam mit einer kriegerischen Kreuzzugsmentalität zu begegnen, ist mit dem christlichen Glauben unvereinbar. Wir müssen aber alles tun, um unseren Kindern und Enkeln ein Leben in Freiheit und unter dem Schutz „unserer“ Menschenrechte zu garantieren. Dazu bedarf es keiner „Anti-Islam“-Hetze, sondern ein auch für die islamischen Mitbürger öffentlich sichtbares christliches Leben. Der Islam kennt keine Religionsfreiheit und auch kein privates Glaubensleben im stillen Kämmerlein. Wer als Christ seiner Gemeinde und Kirche den Rücken kehrt, anstatt diese zu stärken, hilft mit, dass sich der Islam in unserem Land ausbreiten kann, ohne auf eine christliche Alternative zu stoßen.
Wie sollten wir also dem Islam begegnen? Christus predigte und lebte die Nächsten- und die Feindesliebe. Das ist auch uns aufgetragen. Christus predigte eine klare sittliche Ordnung, die vom Prinzip der Liebe und Vergebung getragen ist. Zu dieser müssen auch wir uns bekennen. Und vor allem: Christus predigte und lebte seinen Glauben „öffentlich“. Er schämte sich seines Vaters und seiner Sendung nicht. Wenn wir unseren Glauben verschämt aus dem öffentlichen Leben nehmen, zeigen wir den Mohammedanern, die ihren Glauben mutig in aller Öffentlichkeit bekennen, dass wir einen kleinen, jämmerlichen Gott haben, der sich versteckt. Ein Gott, für den wir uns schämen müssen. Vor einem solchen Gott wird kein Mohammedaner jemals Achtung haben. Auch nicht vor einem Gott, der die Dekadenz unseres modernen Lebens gleichmütig zur Kenntnis nimmt. Ein Gott der Werte, der Ordnung der Liebe und der Vergebung, einen Erlöser, zu dem sich die Christen mutig und offen bekennen – das ist die Begegnung, die einem aufrichtig suchenden Mohammedaner beeindrucken kann. Und gerade die Mohammedaner, deren Allah nicht bereit ist, die Schuld seiner Kinder zu tragen, haben Anspruch darauf, in Europa den Christus kennenzulernen, der auch für sie gestorben ist.
